Faszien


Faszien - das faszinierende Bewegungsgewebe

Erst seit kurzem verstehen wir, dass das muskuläre Bindegewebe - die Faszien - eines der am meisten unterschätzten Gewebe unseres Körpers ist. Aktuelle Forschungen belegen, dass dies eine wichtige Basis für körperliche Gesundheit und sportliche Leistungsfähigkeit bilden. 

 

Unser Körper funktioniert nicht in einzelnen abgetrennten Strukturen, sondern immer im Ganzen als eine Bewegungseinheit. Faszien sind somit bei jeder Bewegung beteiligt, zahlreiche Bewegungsabläufe sind jedoch ohne die Fähigkeit der Faszien zur Kraftübertragung, zur elastischen Rückfederung oder flexiblen Vorspannung gar nicht denkbar. 

 

Faszien bestehen im Wesentlichen aus der Eiweissfaser Kollagen und dem flüssigen Gegenspieler, der Grundsubstanz. Das Fasziengewebe ist ein eigenes Organ und mit über 80 Prozent freier Nervenenden eines der reichsten Sinnesorgane des Körpers. Durch die hohe Anzahl an "Bewegungsmeldern" und "Schmerzrezeptoren" dient es uns zur Wahrnehmung von Bewegungsabläufen und vor allem zur Proprizeption, zur Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum. Durch diesen "sechsten Sinn" ist es Menschen und anderen Lebewesen möglich, sehr feine uns grazile Bewegungen durchzuführen und komplexe Bewegungsabläufe im täglichen Leben zu meistern. 

Zudem spielt das Fasziengewebe eine entscheidende Rolle im Kampf des Körpers gegen Krankheitserreger und Infektionen. Sie interagieren unmittelbar mit dem autonomen Nervensystem und reagieren sensibel auf psychischen Stress.

Heute ist bekannt, dass gesunde Faszien fest und elastisch zugleich sind, ähnlich wie bei einem Zugseil. Faszien können sich selbständig zusammenziehen und durch ihre zahlreichen Nervenendigungen auch Schmerzen auslösen. Deshalb gelten die Faszien immer mehr als Ursache ungeklärter Krankheiten.

Neu ist, das dieses Gewebe zudem ein "Gedächtnis" zu besitzen scheint. Nicht nur ein alter Unfall oder eine vergangene Operation macht Beschwerden, sondern auch ein Trauma führt oft zu Fehlhaltungen und Beschwerden - meist an einer ganz anderen Körperstelle.

Die Faszien beeinflussen entscheidend, ob wir uns mit geschmeidiger Eleganz und leistungsstarker Effizienz bewegen und nicht zuletzt wie wohl wir uns in unserem Körper fühlen.

 

Häufige Ursachen faszialer Probleme:

  • Zu langes Sitzen
  • Ständig wiederholte, gleichförmige Bewegungen
  • Schonhaltungen
  • Unfälle, Verletzungen und Operationen
  • Überdehnungen
  • Intensives Training
  • zu schnelle Erhöhung der Trainingsintensität / Trainingsumfang
  • Bewegungsmangel / Immobilität
  • Infekte und Entzündungen
  • Negativer Stress
  • Emotionale Belastung

Wirkung einer gezielten Faszienarbeit:

Durch spezifisches Training oder eine gezielte Faszien-Behandlung  lässt sich das muskuläre Bindegewebe umbauen bzw. remodellieren. Dies ermöglicht eine stetige Anpassung an alltägliche Belastungen und auch die Chance, Fehlhaltungen, Dysbalancen und Verklebungen zu lösen. 

 

Meine ganzheitliche Faszienarbeit wirkt einerseits präventiv, grundsätzlich ganz allgemein wenn es um Wohlbefinden, Körperhaltung und Beweglichkeit geht und in der Therapie zur Beschwerde- und Schmerzlinderung. Im Leistungssport, wie auch im Breitensport, findet das Thema Faszien immer grösseren Anklang. Die Faszien zu stimulieren ist eine ineinander greifende Ergänzung zu den bekannten Konditionsfaktoren und dem Leistungsmodell vom BASPO (Bundesamt für Sport). Dadurch wird die sportliche Leistung optimiert, die Bewegungsabläufe werden dynamischer und elastischer, die Verletzungsresistenz nimmt zu und die Regenerationsdauer wird deutlich verkürzt. Ebenso ist der positive Einfluss auf die Psyche und die Stärkung des Immunsystems bei meiner ganzheitlichen Faszienarbeit nicht zu unterschätzende Punkte. 

 

Auch die Aufnahme der optimalen Vital- und Nährstoffe ist ein wesentlicher Punkt wenn es um gesunde Faszien geht.

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